Als Grund für seinen Abschied nennt Tworek den Wunsch, wissenschaftliche Felder zu erkunden, die bei OpenAI nur schwer zu bearbeiten seien. Das könnte ein Seitenhieb auf den starken Produkt- und Umsatzfokus von CEO Sam Altman sein, der für Unzufriedenheit im Forschungsteam sorgen soll. Wohin Tworek als Nächstes wechselt, ist nicht bekannt.
Das Technology Innovation Institute (TII) aus Abu Dhabi hat mit Falcon H1R 7B ein kleines Reasoning-Sprachmodell mit 7 Milliarden Parametern veröffentlicht. Es erreicht laut TII über verschiedene Benchmarks hinweg die Leistung von Modellen, die zwei- bis siebenmal größer sind. Das Modell nutzt eine hybride Transformer-Mamba-Architektur und erzielt dadurch höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten als vergleichbare Modelle. Wie immer gilt: Benchmarks korrelieren gerade bei kleinen KI-Modellen nur bedingt mit der realen Leistungsfähigkeit.
Das Modell steht als vollständiger Checkpoint und quantisierte Version auf Hugging Face zur Verfügung. Eine Demo ist ebenfalls verfügbar. Die Veröffentlichung erfolgt unter der Falcon-LLM-Lizenz, die kostenlose Nutzung, Vervielfältigung, Änderung und Verbreitung des Modells erlaubt. Die Nutzung muss allerdings der Acceptable Use Policy entsprechen, die jederzeit aktualisiert werden kann.
Mehr als fünf Prozent aller weltweit über ChatGPT verschickten Nachrichten drehen sich um das Thema Gesundheit. Laut einem Bericht, den OpenAI exklusiv mit Axios teilte, nutzen täglich alleine 40 Millionen US-Bürger den Chatbot für medizinische Fragen. Die Nutzer lassen sich Arztrechnungen erklären, vergleichen Versicherungen oder prüfen Symptome, oft weil gerade kein Arzt verfügbar ist. Das Unternehmen hatte diesen Trend bereits früh erkannt und vermarktete GPT-5 als besonders leistungsfähiges Modell für solche Anwendungsfälle.
OpenAI verzeichnete laut dem Bericht zuletzt wöchentlich fast zwei Millionen Fragen alleine zu Versicherungsthemen, da die Regierung unter US-Präsident Donald Trump zum neuen Jahr lange geltende Subventionen für Krankenversicherungen auslaufen ließ.
Fast 90 Prozent der rund 900 Millionen wöchentlichen ChatGPT-Nutzer befinden sich außerhalb der USA und Kanada, berichtet The Information unter Berufung auf Daten der Trackingplattform Sensor Tower. Das erschwert angeblich den geplanten Aufbau eines Werbegeschäfts, da internationale Nutzer deutlich weniger Umsatz bringen. Bei Pinterest etwa liegt der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer in den USA bei 7,64 Dollar, im Rest der Welt bei nur 21 Cent.
Indien und Brasilien gehören neben den USA, Japan und Frankreich zu den größten ChatGPT-Märkten – allesamt Schwellenländer oder Industrienationen mit hoher Smartphone-Durchdringung. Nur etwa fünf Prozent der Nutzer zahlen für Abonnements. Für Schwellenländer wie Indien bietet OpenAI das günstigere "ChatGPT Go" für etwa 5 Dollar monatlich an.
Amazon hat die Webversion seines KI-Assistenten Alexa Plus für Nutzer in den USA und Kanada im Early Access freigegeben. Unter Alexa.com können sich Nutzer anmelden und den neuen Chatbot im Browser nutzen. Alexa Plus war bereits auf neuen Echo-Geräten verfügbar und wurde kürzlich auch für ältere Echos ausgerollt. Ein Beta-Test läuft in Deutschland.
Die Weboberfläche ermöglicht das Hochladen von Dokumenten, E-Mails und Bildern. Alexa Plus kann daraus Informationen extrahieren – etwa Rezepte in Einkaufslisten umwandeln oder Termine automatisch in den Kalender eintragen. Amazon bewirbt zudem Funktionen wie die automatische Erstellung von Essensplänen und das Befüllen von Amazon-Fresh-Warenkörben unter Berücksichtigung von Ernährungseinschränkungen. Auch Smart-Home-Geräte lassen sich über die Webseite steuern. Amazon startet außerdem eine neue Seitenleiste für Schnellzugriffe und eine überarbeitete mobile Alexa-App.
Alibabas PANDA-System findet Tumore, die Ärzte übersehen
Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der tödlichsten Krebsarten – vor allem, weil er meist zu spät entdeckt wird. Ein von Alibaba entwickeltes KI-Tool soll das ändern: Es erkennt Tumore in einfachen Routine-CTs, noch bevor Patienten Symptome haben.
An einem chinesischen Krankenhaus hat das System bereits Dutzende Fälle gefunden, die Ärzte übersehen hatten. Experten warnen vor Fehlalarmen.